Willy Meurer Zitate (Anzeige: 1 - 30 von 2322 Zitate)

Weihnachten Draußen vom Walde, da kommen wir her – und wir müssen euch sagen, da stinkt es sehr! Wir hatten seit Tagen zu Hause gesessen, und die ganze Zeit nichts als gefr...... Den A.... im Sessel, auf dem Tisch die Beine, so stopften wir Printen und Dominosteine, auch Weinbrandbohnen, Spekulatius – die frischen Makronen aus Kokosnuss und all die süßen Lebkuchen-Herzen – beim flackernden Schein der Weihnachtskerzen! Und darüber sollte man nicht vergessen, es gab ja auch noch ein Weihnachtsessen: Mit Vorspeise, Hauptgang und Dessert auch das war 'ne Menge Kalorien wert Und dazu, wie könnte es anders sein, genoß man gern ein gutes Glas Wein! Dann später – man muß das hier verbuchen, gab's – wie üblich – Kaffee und Kuchen! Nachdem wir das alles genossen hatten, waren wir voll bis an die Krawatten Die Bäuche voll – und leer die Kessel so schlichen wir bis an die Sessel: Ein Plumps hinein – dann hoch die Beine ging's wieder an die Dominosteine an die Weinbrandkirschen, den Spekulatius, die frischen Makronen aus Kokosnuß, und all die süßen Lebkuchen-Herzen – beim flackernden Schein der Weihnachtskerzen! Bald kommt – man wagt es kaum zu sagen – Ergebnis aus dem vollen Magen, es rumpelt und es pumpelt sehr man rutscht im Sessel hin und her – krampfhaft versucht man zu vermeiden, die Gärungsdüfte auszuscheiden! Und da man's nicht vermeiden kann, zieht man sich schnell den Mantel an und eilt dann in den nahen Wald denn was man riecht – auch ganz schoen schallt! Dort trafen wir dann – ganz unverdrossen 'ne ganze Menge Leidgenossen Und so war schnell die Waldesluft gefüllt von ›Lärm‹ und ›Festtagsduft‹ Die Vögel flogen flatternd fort, man fand auch bald kein Reh mehr dort, ob Murmeltier, ob Has', ob Mäuschen, die flohen all in ihre Häuschen Und selbst die Fichten: Vom Stinken und Schallen ließen die glatt ihre Nadeln fallen! So sah der Wald ganz traurig aus und wir begaben uns bald nach Haus: … draußen vom Walde, da kommen wir her — und wir müssen Euch sagen: da stinkt es sehr!
Recht auf Arbeit Im deutschen Wirtschaftswunderland sitzt das Getriebe voller Sand. Der Himmel hängt nicht mehr voll Geigen, die Wirtschaft lahmt - die Preise steigen, die Krankenkassen sind recht leer, Arbeit bekommt man nur noch schwer, wer fünfzig ist - und ohne Job, der zählt recht bald zum armen Mob. Der Handwerksstand geht langsam pleite, die Industrie, die sucht das Weite, wo Niedriglöhne sie entzücken und hohe Kosten sie nicht drücken. Der Deutsche Michel sieht's mit Grausen, und es beschert ihm Nabelsausen, wenn er an seine Zukunft denkt, die nur am seid'nen Faden hängt. Die Zukunftsangst ist fürchterlich! So setzt er sich an seinen Tisch und stützt den Kopf in beide Hände: Die Sorgenfalten sprechen Bände! Er wartet jeden Tag auf morgen, man könnt ihm einen Job besorgen. So sitzt er da und hofft gebannt auf Nachrichten vom Arbeitsamt! So schwinden Stunden, Tage, Wochen, da man ihm Arbeit hat versprochen. Nun sitzt er da in seiner Not und wünscht sich sehr, er wäre tot! Hunger bereitet ihm schon Qualen, er kann die Miete nicht mehr zahlen, sein Konto bei der Bank ist leer, Reserven hat er auch nicht mehr! So weiß er nicht mehr ein noch aus, sein Leben ist ein einz'ger Graus! Die Zeit vergeht - die Hoffnung schwindet, daß er noch mal 'ne Arbeit findet. Nun sitzt er da, der arme Tropf, die Hände stützen seinen Kopf! Ermattet schläft er lautlos ein: Das wird dann wohl das Ende sein! So haucht' er dann in seinem Haus ganz leise seine Seele aus! Man fand sein Skelett ganz zufällig zu Haus an seinem Arbeitstisch!
Der Daumen Der Daumen ist einer der wichtigsten Teile am menschlichen Körper: Man kann ihn lutschen; Als Kellner kann man ihn beim Servieren in der Suppe halten; Man kann ihn sich irgendwo hin stecken, um ihn warm zu halten; Man kann ihn nach oben zeigend recken, um zu zeigen, daß es einem gut geht; Man kann ihn auch nach unten zeigend recken, um zu zeigen, daß es einem schlecht geht; Man kann ihn anderen auf's Auge drücken; Man braucht ihn zum Geldzählen - wenn man welches hat; Man kann in einem Buch Eselsohren damit anlegen; Man kann Anhalter damit spielen; Man kann Haustürklingeln damit in Gang setzen; Man kann nach hinten über die Schulter gerichtet damit anzeigen, daß jemand verschwinden soll; Man kann als Nasenbohrer nicht auf ihn verzichten, um "Kügelchen" zu drehen; Man braucht ihn, um Hosen-Hemden-Blusen-und andere Knöpfe damit zu knöpfen; Man kann an Büstenhaltern und Korsetts die Haken damit öffnen; Man kann als Mann in der Hosentasche Ausbeulungen damit erzeugen, die etwas vortäuschen, was nicht da ist; Man kann ihn zwischen Zeige-und Mittelfinger stecken, um damit obszöne Andeutungen zu machen; Man kann bei einem Rohrbruch das Loch solange damit abdichten, bis der Installateur kommt; Man kann auch seinen Abdruck bei der Polizei abgeben, für den Fall, daß man mal seine eigene Identität vergißt. Man kann nach dem Öffnen einer Sektflasche mit dem Daumen die Öffnung abdichten, die Flache schütteln, und mit den Umstehenden dann neckische Spiele betreiben. Was wären wir Menschen ohne unsere Daumen?
Das Leben ist gewiß nicht heiter, stehst Du im Stau - und kommst nicht weiter! Seit Jahren kennst Du dieses Spiel: Du startest früh - kommst spät an’s Ziel! Da fahren Tschechen, Russen oder Polen, die mußt du laufend überholen, Die Muslims, Christen oder Rabbis, die Ossis mit den Stinki-Trabbis: Mit paar PS auf deren Welle, kommen die nicht von der Stelle. Die Sonne brennt - kein Lüftchen weht: Die Autoschlange steht und steht! Du hast Termine, kommst zu spät: Die Autoschlange steht und steht! Wie man’s auch wendet oder dreht: Die Autoschlange steht und steht! Im Rundfunkt hörst Du den Bericht: Auf der A 2, da läuft es nicht! Was macht die Nachricht für ‘nen Sinn - Du stehst ja selber mitten drin! Du kommst nicht weiter - auch nicht runter. Verdammt noch mal, der Tag wird munter! So sitzt Du da, träumst vor Dich hin - Da kommst’s Dir plötzlich in den Sinn, Ein Schmunzeln zieht durch Dein Gesicht, Du denkst: “Mit mir macht man das nicht! Ich werd’ gleich morgen reagieren, und mir ‘nen BULLY präparieren, mit dem ich ohne Müh’ und Plage die Bahn beherrsche - alle Tage! Dann brauch’ ich nicht mehr überholen, die Tschechen, Russen oder Polen die Muslims, Christen oder Rabbis , die Ossis mit den Stinki-Trabbis. Ich werd’ sie einfach überrollen - wie die auch immer fahren wollen! Mit Allrad und im sechsten Gang, geht es dann die Bahn entlang! Das bißchen Knirschen, Splittern, Krachen kann mich gar nicht bange machen: Mich stoppt kein Stau mehr - ich komm’ weiter: Mein Leben ist jetzt wieder heiter! AUTOBAHN - STAU....!
Der »Network-Lehrling« “Herr, die Not ist groß! Die ich rief - die Geister - werd’ ich nun nicht los!” Hat der alte Network-Meister sich doch einmal fortbegeben. Und nun beschwör’ ich seine Geister auch nach meinem Willen mal zu leben: Seine vielen e-mail Werke merkt’ ich - und den Brauch. Und mit dieser Wissenstärke net-work’ ich jetzt auch! Schwalle, schwalle, manche Worte daß zum Zwecke Nachricht fließe und mit reichem, vollem Schwalle sich ins Internet ergieße! Und nun kommt, Ihr bunten Seiten, kommt in meinen Home-PC kommt aus allen Welten-Weiten daß ich Eure Nachricht seh’! Kommt nicht nur mit tausend Worten, laßt auch manche Bilder fließen die von weit entfernten Orten sich in’s Internet ergießen! Seht, hier ist ein Bild schon wieder Wahrlich es ist schon im Fluße, und mit Blitzesschnelle wieder ist es da mit raschem Guße! Seht nur, wie die Nachricht schwillt - den Bildschirm voll mit Bildern füllt! Stehe, stehe! Denn ich habe Deine Gabe falsch bemessen! Ach - ich merk’ es! Wehe, wehe: hab’ ich das Paßwort doch vergessen! Ach, das Paßwort, das am Ende ich womöglich falsch gelesen! Ja, mir zittern schon die Hände! Wär ich doch gescheit gewesen! Immer neue Pleiten - das kann nicht richtig sein! Ach - und hundert Seiten, stürzen auf mich ein! Nein - nicht länger kann ich’s lassen. Will es fassen! Das ist Tücke! Und so wird mir immer bänger Und kein Ausweg - keine Lücke! Oh, du Ausgeburt der Hölle, soll das ganze Netz versinken? Seh’ ich doch an jeder Stelle wie die Seiten sich verlinken! Du verruchtes Keyboard dort, das nicht stoppen will! Fehlt mir doch das richt’ge Wort: Computer - steh’ doch wieder still! Willst am Ende gar nicht lassen? Will dich fassen, will dich halten und - wenn Du nicht enden willst Dich vom Netzwerk schalten! Seht, da kommt die Nachricht wieder! Wie ich mich nun auf sie werfe! Ich scrolle rauf - ich scrolle nieder ich tippe rein mit voller Schärfe! Wahrlich! Brav getroffen! Seht - sie geht vorbei! Und nun kann ich hoffen, und ich atme frei! Wehe! wehe! In rasender Eile kommt Zeile für Zeile Ich bin nur noch ihr Knechte: Helft mir, ach ihr hohen Mächte! Und sie kommen! Bunt und bunter zu mir rein von allen Sendern es geht drüber und auch drunter und ich kann nichts daran ändern! Die e-mails sind auf allen Stufen Herr und Meister, hör’ mich rufen! - Ach, da kommt der Network-Meister “Herr, die Not ist groß! Die ich rief - die Geister, werd’ ich nun nicht los!” Und er geht zu Werke gleich: Er drückt das ‘Exit’-Wort Und mit einem einz’gen Streich sind alle Bilder fort. Ihr Bilder schert Euch all’ hinweg! Denn als Network-Geister ruft Euch nur zu seinem Zweck erst hervor der Network-Meister!