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Abend
Die Stunden trugen jede eine Last,
Solang' die Sonne wachte, in den Händen,
Als wollte nimmer sich der Kreis vollenden.
Nun aber war der letzte Glanz verblaßt.
Und endlich hob die Krone ab der Tag.
Auf samtnen Schuh'n mit Füßen silberbleichen,
So zog der Abend her aus fernen Reichen
Zur Erde, die noch jüngst in Purpur lag.
Und da der Frieden still ins Zimmer glitt
Und mir die Augen schloß, die heißen, wachen,
Da weckt' er mir ein goldnes Kinderlachen
Und kam mit meiner Jugend frohem Schritt.
Und wie ein Klingen weht's durch meinen Traum:
Nur hartem Tage folgt so holdes Rasten,
So mutterlind deckt nur auf Leid und Lasten
Die Nacht des weichen Mantels Silbersaum.

Friede Henriette Kraze