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Mein Gefängnis

Auf dem Meer tanzt die Welle

nach der Freiheit Windmusik.

Raum zum Tanz hat meine Zelle

siebzehn Meter im Kubik.

Aus dem blauen Himmel zittert

Sehnsucht, die die Herzen stillt.

Meine Luke ist vergittert

und ihr dickes Glas gerillt.

Liebe tupft mit bleichen, leisen

Fingern an mein Bett ihr Mal.

Meine Pforte ist aus Eisen,

meine Pritsche hart und schmal.

Tausend Rätsel, tausend Fragen

machen manchen Menschen dumm.

Ich hab eine nur zu tragen:

Warum sitz ich hier? Warum?

Hinterm Auge wohnt die Träne,

und sie weint zu ihrer Zeit.

Eingesperrt sind meine Pläne

namens der Gerechtigkeit.

Erich Mühsam