In den Wipfeln des Walds,
Die starr und schwarz
In den fahlen Dämmerhimmel
Gespenstern,
Hängt eine große
Glänzende Seifenblase.
Langsam löst sie sich
Aus dem Geäst,
Und schwebt hinauf
In den Äther.
Da treibt sie schimmernd,
Vom Winde getragen,
Über die Lande.
Immer höher steigt
Die zerbrechliche Kugel.
Pan aber blickt
Mit klopfendem Herzen
Verhaltenen Atems
Ihr nach.
Über den Autor
- Beruf des Autors: Dichter
- Nationalität: deutscher
- Geboren: 6. Mai 1871
- Gestorben: 31. März 1914
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Alles stolze Lachen und alles wehe Weinen verweht im Winde, ja alles, was heute groß und trotzig ist und zum Anbeten schön oder zum Verzweifeln schrecklich, ist flüchtiger als der Wind; denn der Wind weht jeden Tag, und was unser ist, ist eine kleine Weile, verschwindet in Vergessenheit und kehrt nie wieder.
Paul Keller